14.02.2026

Manchmal habe ich das Gefühl, mit meinen 25 Jahren nichts erreicht zu haben.

Ich verdiene keine 5.000 € netto im Monat, habe noch immer kein eigenes Auto, lebe noch zu Hause und wenn ich in meinen Kühlschrank schaue, sehe ich dort oft nur eine alte Butter und ein halb trockenes Toastbrot.

Es gibt Tage, an denen ich mich frage, was genau der Sinn von all dem, was ich mein Leben nenne, sein soll. Versteht mich nicht falsch: Ich bin nicht in der Position, mich über meine Gesundheit, mein Zuhause, meinen Job, meinen Partner oder mein Umfeld zu beklagen. Ehrlicherweise muss ich sogar zugeben, dass viele Menschen, denen ich erzählen würde, wie mein Leben derzeit aussieht, wohl eher sagen würden, ich hätte es weitaus besser, als der Durchschnitt.

Und ja, auch ich sehe, welche Privilegien ich Tag für Tag genießen darf.
Und doch finde ich manchmal die Unverfrorenheit, tatsächlich über mein Leben zu klagen …

In letzter Zeit ertappe ich mich immer öfter dabei, all die scheinbar negativen Komponenten meines Lebens in die Waagschale zu legen und schließlich verzweifelt an meinem eigenen Gedankenmüll zusammenzubrechen.

Es schein fast so, als wäre ich mit all den Privilegien meines Daseins übersättigt, sodass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann, versteht ihr, was ich meine?

Wenn ich die Dankbarkeit schon in den großen Dingen meines Lebens nicht mehr finde – wie soll ich sie dann im Alltag spüren?

Das Irrwitzige daran ist: Mein Verstand kennt all die Tools, all die Wahrheiten, all die Fakten. Ich weiß genau, in welch wohlsituierten Lage ich mich eigentlich befinde. Und doch schafft es mein Geist gleichzeitig, all das zu überfahren und mich in meinen Selbstzweifeln zu ersticken. Denn trotz all der Dinge, die ich besitze, der Reisen, die ich mache, des Essens, das ich genießen darf, und des warmen Nestes, in dem ich mein Leben verbringe, bin ich zeitweise mit allem, was ich habe, mit allem, was ich bin, unzufrieden.

Wieso spüre ich diesen Frust, der daher rührt, scheinbar nichts – oder zumindest nicht das – erreicht zu haben, was ich selbst von mir erwarte, wenn das, was ich derzeit habe, mehr ist, als ich mir wünschen könnte?

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17.02.2026

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Wenn dir deine Emotionen abgesprochen werden